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Vom Symptom zur Technik in fünf Gates. Zutreffendes ankreuzen. Trifft in einem Block nichts zu, darunter bestätigen. Die Ampel wird erst grün, wenn jeder Block geprüft ist.
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OffenNoch nichts geprüft.
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Start · Leitsymptom
Was bringt der Patient mit?
Symptom sauber beschreiben, bevor du irgendetwas testest.
Typisch:
Schmerzanamnese
Orientierung, keine Pflicht für die Ampel. Die Antworten liefern die Hypothese, die Gate 1–3 prüfen, und den Ausgangswert für den Re-Test.
Wo?
Zeigt Region und mögliche Struktur. Ausstrahlung entscheidet, wie genau die Neurologie sein muss. Schmerz unterhalb L5 oder im Gesäß lenkt Richtung Becken.
Seite
Ausstrahlung
Bereich
Wie entstanden?
Trauma oder Überlastung? Plötzlich spricht eher für Gewebeschaden, schleichend für Belastung. Zunehmend ohne erkennbaren Grund ist ein Warnsignal.
Beginn
Verlauf
Wie verhält es sich?
Mechanischer Schmerz ändert sich mit Bewegung und Position. Gleichbleibender Ruhe- oder Nachtschmerz passt nicht dazu: Red Flags in Gate 1 genau prüfen.
Schmerz vor allem
Wie stark?
Bestimmt die Irritierbarkeit und damit, wie dosiert getestet und behandelt wird. Der Wert ist der Ausgangspunkt für den Re-Test.
0 kein Schmerz10 stärkster vorstellbar
0 kein Schmerz10 stärkster vorstellbar
Weiche Becken
Bei „Ja“ erscheinen die ISG-Provokationstests (Gate 2), die Beckenfunktion (Gate 3) und die Beckentechniken (Gate 4).
Schmerz unterhalb L5, im Gesäß oder in der Leiste? Schwangerschaft oder nach der Geburt?
1
Ziel 1 · Anamnese
Allgemeine Kontraindikationen
Gehört der Patient überhaupt zu mir?
Cauda equina · Notfall
Wasserlassen verändert (Harnverhalt, neue Inkontinenz, verändertes Gefühl)
Distraktion: Rückenlage, Druck auf beide SIAS nach lateral
Kompression: Seitenlage, Druck auf den oberen Beckenkamm
Thigh Thrust: Rückenlage, Hüfte 90°, axialer Druck über den Femur
Sakrum-Thrust: Bauchlage, Druck auf das Sakrum nach ventral
Gaenslen: ein Bein in Hüftextension, das andere in Flexion
Positiv = bekannter Schmerz. Mehrere positiv stützen das ISG als Schmerzquelle. Zentralisiert der Schmerz bei wiederholten Bewegungen, spricht das eher gegen ISG. Reihenfolge und Ausführung mit dem Curriculum abgleichen.
2b
Ziel 1 · HVLA-Freigabe
Spezifische Kontraindikationen Manipulation
Darf ich hier einen Thrust setzen?
Absolut: kein Thrust
Fraktur, Tumor, Infektion im Zielsegment
Manifeste Osteoporose
Instabilität (höhergradige Spondylolisthese, nach Trauma)
Bindegewebserkrankung (Ehlers-Danlos, Marfan)
Spondylodese / frische OP im Segment
Keine Einwilligung, Patient will es nicht
Relativ: Technik anpassen
Antikoagulation
Osteopenie, Langzeit-Kortison
Schwangerschaft
Hypermobilität
Hohe Irritierbarkeit: Schonhaltung, Spasmus, starke Angst
Rheumatische Erkrankung im Schub
Vor jedem Thrust
Aufklärung + Einwilligung dokumentiert
Probelagerung: Voreinstellung 10–20 s halten. Positiv = Peripheralisierung, Kribbeln, Schwindel → kein Thrust
Bei HWS zusätzlich: IFOMPT-Framework zervikale Arterien (Gefäßanamnese, 5D/3N).
3
Ziel 2 · Differenzialdiagnostik
Wahrscheinliche Ursache
Welche Struktur passt am besten zu Anamnese, Bewegungsverhalten und Tests?
Hypothese aus der Anamnese bilden, mit Provokationstests bestätigen oder verwerfen. Details pro Struktur in der Bibliothek unten. Ein einzelner Test beweist nichts, entscheidend ist das Cluster.
Einbeinstand und Gang: Becken kommt ins Standbein?
SLR (Nutation): Seitenvergleich, frühes Ausweichen des Beckens
Ober (Nutation)
Knie zur Brust (Kontranutation)
Tiefer Squat (Kontranutation)
Ergebnis: Nutation fehlt (SLR/Ober eingeschränkt) · Kontranutation fehlt (Knie zur Brust/Squat eingeschränkt). Beckenkippung im Stand ist kein Befund für die Technik.
Häkchen = Test gemacht. Danach o. B. oder auffällig wählen und kurz notieren, was zu sehen ist.
Arbeitshypothese
4
Entscheidung
Technikwahl nach Ampel
Ob, wo und wie manipuliert wird, folgt aus Gate 1–3.
Ampel
Vorgehen
Rot
Kein HVLA. Überweisung, bei Cauda Notaufnahme. Befund dokumentieren.
Gelb
Modifiziert: kein Thrust ins symptomatische Foramen. Foramen öffnend voreinstellen, kleine Amplitude, oder Mobilisation statt Thrust. Probelagerung Pflicht, Neuro-Retest danach.
Grün
HVLA nach Befund (Curriculum DDH), Voreinstellung nach fehlender Option Flexion/Extension.
LWS (Kurs LWS Stufe 1)
Befund
Technik (Curriculum DDH)
Flexion fehlt
Rotationsmanipulation in Seitenlage, Voreinstellung Flexion
Extension fehlt
Rotationsmanipulation in Seitenlage, Voreinstellung Extension
TLÜ betroffen
Gapmanipulation in Rückenlage
Becken (Kurs ISG Stufe 1)
Befund
Technik (Curriculum DDH)
Nutation fehlt
Ilium nach posterior
Kontranutation fehlt
Ilium nach anterior
Coccyx
MET in Bauchlage
Die Technik adressiert nur die sagittale Komponente, IR/ER kommt über die Übung.
Danach LWS
Kurz-Retest Vorbeuge/Rückbeuge → Hinge (Pain Breaker) → Re-Test (Schmerz 0–2 / 3–5 / >5) → Capacity Builder. Bei radikulärem Bild Neurologie erneut kurz checken.
Danach Becken
Kurz-Retest SLR / Knie zur Brust → 90/90 Hip Lift (Pain Breaker) → Re-Test → Capacity Builder.
Diskogen-radikulär, Neuro stabil. Kein Thrust mit Rotation/Extension zur Symptomseite. Seitlage, Symptomseite oben, Voreinstellung Flexion + Seitneigung weg (Rolle unter der Taille) öffnet das obere Foramen. Probelagerung: zentralisiert oder bleibt gleich → Thrust ok. Peripheralisiert → abbrechen, Mobilisation.
Bibliothek zu Gate 3
Strukturen und ihre Tests
Wissen pro Struktur zum Nachschlagen. Häkchen = Test gemacht, dann o. B. oder auffällig und kurze Notiz. Die Entscheidung trifft der Algorithmus oben.